Geld

Heute ist der 20. November.
Ich habe zum 1.10.2013 Hartz4 beantragt, ich hab darüber gebloggt.
Bisher habe ich noch kein Geld bekommen.
Die Antragsbearbeitung läuft noch, zuletzt wollten das Amt eine Bestätigung darüber, dass mein Vater mir keinen Unterhalt mehr zahlt (obwohl ich 25 bin, keine Studentin und damit in den Aufgabenbereich des Amtes falle und auch keinen Unterhaltsanspruch mehr habe) und eine Bestätigung des Vermieters des Hauses, welche Gesamtwohnfläche dieses hat, damit die Angemessenheit der Heizkosten geprüft werden kann (der Anspruch wird weniger, je größer das Haus ist). [Übrigens zahlt das Amt keine Rentenbeiträge mehr für ihre „Kunden“, ist bestimmt gut wegen der Kundenbindung. Das aber nur am Rande…]

Was das bedeutet möchte ich euch kurz schildern.

Ich habe heute morgen noch 16,73€ Verfügung (ja, Verfügung, nach 1,5 Monaten ohne Geld wird das mit dem Plus schwierig) auf meinem Konto gehabt.
Ich weiß nicht, wann ich Geld bekomme, weil ich nicht weiß, wann bearbeitet wird. Meinen Sachbearbeiter kann ich leider nicht fragen, da ich ihn nicht anrufen kann. Das „Servicecenter“ verbindet nicht zu diesen.
Ich versuche also die knapp 17€ möglich sinnvoll in Essen zu verwandeln. Dabei fallen dann so Sprüche wie: Die Paprika sind nicht im Budget oder auch die Milch.
Ich habe einen Kloß im Hals, wenn ich daran denke, was passiert, wenn ich nicht bald Geld bekomme.
Bremen (da ist Bundesparteitag der Piraten) wird schwierig. (Die Fahrt, die Verpflegung und die Übernachtung bekomme ich von der Partei, aber das soziale Leben aussenrum ¯\_(ツ)_/¯ )
Freunde treffen ist schon schwierig.
Weggehen geht nicht.
Rauchen fällt aus, weil Tabak teuer ist.

Und dann hör ich noch, wie mein Sachbearbeiter zu meinem Kontostand beim letzten Termin sagte: „Die Leistungen sollen aber nicht dafür sein, dass sie ihren Dispo ausgleichen, sondern zum Lebensunterhalt.“ Ach. Und die Wartezeit versuch ich dann in diesem Kapitalismus ohne Geld an Essen zu kommen und meine Vermieterin zu vertrösten. Die Welt läuft ja genau so in Deutschland.

Entschuldigt diesen Rant.

152

(Mir fiel kein Titel ein, die Nummer ist zufällig als Linkdings da gewesen,)

Kennt ihr das, wenn ihr das Gefühl habt, dass die Welt an euch vorbei läuft, ohne, dass ihr wirklich daran beteiligt seid?

Mir geht es heute schon den ganzen Tag so.
Ich glaube, das liegt daran, dass ich heute wegen fieser Migräne, so mit alles zu hell und Übelkeit, beschäftigt war, aber auch ansonsten bin ich heute teilnahmslos. Ja, das Wort trifft es am besten.

Sich ins Leben drängen hilft nicht, weil es nicht funktioniert und das Leben bis morgen ignorieren geht nicht, weil es gerade zu laut ist.

Verschwinden, das wäre gerade die richtige Option.

Geht aber auch nicht.

Baut mir jemand ne Höhle?

Horrorfilme

(Dies ist ein Post in der Reihe NaBloWriMo, hier steht nichts weltbewegendes, hoch politisches oder sonstwie bedeutsames. Ich schreibe einfach nur diesen Monat mehr.) 

Es geht um Horrorfilme, ich beschreibe keinen näher, nenne aber zwei beim Namen.

Ich habe, als ich noch sehr klein war Alien gesehen, meine Brüder haben das im Fernsehen gesehen und ich war auch da und es war fürchterlich.

Ich glaube, dass das dazu geführt hat, dass ich heute keine Horrorfilme (also alles, was irgendwie in Richtung Psycokram geht) gucken kann.

Mein Exfreund hat mich mehr oder weniger dazu genötigt Zimmer 1408 zu gucken, da war ich 21. Ich habe 2 Wochen nur mit Licht und aus Erschöpfung geschlafen. Es macht mir heute noch schweißige Finger, wenn ich nur daran denke.

Ich bin also im großen und ganzen nicht fähig dazu Horrorfilme zu sehen und will es auch gar nicht.

Die Gründe dafür sind, dass ich danach einfach schlecht oder auch gar nicht schlafe, ich fürchterlich träume, Angst habe und ich finde, dass die Welt mit ihren Grausamkeiten schlimm genug ist.
Wenn ich mich ins Reich der Phantasie begebe diese doch bitte schön sein soll.
Deswegen lese ich so gerne Jugendbücher. Keine oder nur sehr selten bösen Enden, zumeist gewinnen die Guten(tm).
Mein aktueller Liebling ist übrigens die „Tribute von Panem“.

231 Tage

(Dies ist ein Post in der Reihe NaBloWriMo, hier steht nichts weltbewegendes, hoch politisches oder sonstwie bedeutsames. Ich schreibe einfach nur diesen Monat mehr.) 

Das sind 33 Wochen. Auf den Tag genau.

So lange war ich stellvertretende Vorsitzende der Piraten Thüringen.

Ich habe gerne mit allen zusammen gearbeitet, auch wenn im Nachhinein der Eindruck entsteht, dies beruhte nicht auf Gegenseitigkeit.

In dieser Zeit habe ich mich immer wieder gewundert, warum ich gewählt worden bin, angesichts dessen, dass ich doch sehr klar als Feministin und als linke Person in Erscheinung trete und (wie der aktuell noch laufende Parteitag zeigt) dieser Landesverband von meiner Meinung teilweise sehr stark abweicht.
Diskussionen über ein Wahlrecht als Menschenrecht haben eher selten ohne meine Fürsprache für ein solches statt gefunden und auch Diskussionen zu Gendern, Quoten usw. deutlich machen mussten, dass ich Teil dieses „Parteiflügels“ bin.

Aber wer weiß, vielleicht war es auch einfach nur ein Versehen. ¯\_(ツ)_/¯

Allerheiligen

Heute ist ein schöner und komischer Tag gewesen. Schön, weil mal wieder in Erfurt, komisch, weil mal wieder in Erfurt.

Eine Stadt, die ich Zuhause genannt habe für ein Jahr und mir nach nur zwei Monaten schon fremd ist.
Ich bin durch die Stadt gelaufen und hab eher zufällig den Weg in die Allerheiligenkirche gefunden, eine der Kirchen, die ich mag, weil sie alt sind und neues bergen und Vergangenheit und Zukunft und alles in einem.
Und dann ist ja gestern (also heute, weil ich ja noch nicht geschlafen habe, also am 1.Nov) auch noch Allerheiligen.
Ich war also seit längerem mal wieder in der Messe und habe gebetet. Ich mag Messen. Weniger, wegen des Inhaltes, das nur bedingt, das kommt sehr stark auf den jeweiligen Prediger an, nein, ich mag es hauptsächlich wegen der Rituale und der Räume.

Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich religiöse Rituale mag. Sie laufen (zumindest im katholischen) sehr ähnlich überall auf der Welt ab, versprechen ein irgendwie geartetes Größeres und versuchen diesem Ausdruck zu verleihen.

Mit Recht kann Mensch sagen, dass diese Rituale dafür da sind die Menschen zu beeindrucken, sie zu prägen, sie zu indoktrinieren.

Ich mag sie. Sie geben mir ganz persönlich Halt.Ich mag die Atmosphäre in Kirchen, ich rieche Weihrauch gerne, ich mag die Gebäude, ich mag es, wenn man* Kirchen ansieht, dass sie schon lange stehen, dass jede Generation Gläubiger ihre Spuren hinterlassen hat. Und dafür ist diese Kirche in Erfurt ein gutes Beispiel.

Der Bau selbst ist gotisch, der Hochaltar und der Kirchenteil ist barock, die Urnenstehlen sind modern.

Und eine weitere Besonderheit: In dieser katholischen Kirche werden Christen und Nicht-Christen bestattet. Etwas, was leider noch nicht überall üblich ist.

Ich sehe diese Kirche als ein kleines Zeichen, dass sich vielleicht alles irgendwann ändern kann.

NaBloWriMo

Der Naturally Awesome Blog Writing Month, klingt komisch, ist aber so und weil ich schon nen Tag zu spät bin mach ich heute zwei ;) Den und den nächsten.

Ich komme darauf, weil ich das bei @vonhorst auf ihrem Blog gesehen habe. Und sie hat sich das auch abgeguckt, alles wie immer in diesem Internet also.

Ich versuch das mal, zumal mir heute gesagt wurde, dass ein <3Mensch das hier gerne liest, was mich immer freut und weil ich das mitunter nicht so finde, versuche ich das einfach. Wenn ich es nicht schaffe, dürft ihr mich gern über Twitter erinnern.