neutral

Hier wollte eigentlich ein anderer Blogpost stehen, der ist jetzt hinter den Teil gerutscht, weil das hier der konstruktivere Teil ist. :)

Vielleicht hilft es der aktuellen Debatte ein wenig, wenn ich versuche euch darzulegen, was wir alles dafür tun, damit gar nicht erst die Vermutung entsteht, wir würden die Versammlung beeinflussen wollen, was wir tatsächlich nicht möchten.

* Die Wahlleitung hat sich aus der Debatte, welches Wahlsystem genutzt werden soll weitestgehend raus gehalten, heißt, sie haben lediglich gesagt, was sie an Infrastruktur bieten können und versucht alles, was an Wahlsystemen angedacht wurde theoretisch umsetzbar zu machen.
* Die Wahlleitung und die gesamte Versammlungsleitung (inklusive Back- und Frontoffice) haben sich bei allen offenen Abstimmungen enthalten/haben nciht abgestimmt, da die exponierte Lage vor der Versammlung als Beeinflussung gewertet werden könnte.
* Immer wenn ein Tagesordnungspunkt dran war, der eine der Versammlungs-/Wahlleiterinnen irgendwie inhaltliche oder personell berührte (zB Schiedsgerichtswahl in Bremen bei mir oder das EU Programm und Julia in Bremen), waren betreffende Versammlungs-/Wahlleiterinnen nicht auf der Bühne präsent.
* Wenn es Konflikte zwischen einzelnen Versammlungsleiterinnen und zB Kandidierenden gab war dies ebenso der Fall.
* Wir haben uns versucht auf einheitliche Frageschemata zu einigen, damit nicht die Gefahr besteht, dass suggestiv gefragt wird.
* Sobald Fragen innerhalb der Versammlung aufgetreten sind, die drastisch den Verlauf der Versammlung betroffen haben, wurde die Versammlung dazu befragt.
* Im Vorfeld haben wir keine Äusserungen zu Kandidierenden abgegeben, was in Anbetracht der Kandidierendenlage echt schwer war.
* Wir sind nach Möglichkeit keine Antragsstellerinnen, sollte es sich nciht vermeiden lassen, leiten wir zu dem Zeitpunkt definitiv nicht.
* Wir nehmen nicht an der politischen Debatte teil, weder im Vorfeld, noch während des BPTs.
* Auch wenn gerade unser liebstes Lieblingsthema dran ist äussern wir uns nicht bei Pro/Contra.
* Wir stellen nie GO Anträge (ausser die, die die Versammlungsleitung als gesamtes stellt, also Tagesordnungsänderungen zB)

Wir versuchen jede Entscheidung, die wir treffen immer abzuwägen, zu erklären und im Zweifelsfall besprechen wir uns nochmal mit den Teammitgliedern.

Ich bin mir fast sicher, dass ich irgendetwas vergessen habe. Aber ich hoffe, ihr habt einen kleinen Einblick bekommen.

Jetzt das, was ich eigentlich schreiben wollte, Menschen, die ich gefragt habe meinten aber, es hilft der Debatte nicht, dem musste ich zustimmen. Wenn ihr es trotzdem lesen wollt:

tl;dr Es gibt das Team, in dem es großartig ist zu arbeiten und es gibt draußen, wo geshitstormt wird.

Teil 1: „draußen“ oder der Rant

Ja, wir haben Fehler gemacht. Da war die übersehene oder auch nicht Kandidierende, ich habe Menschen unterbrochen, weil ich sie zu beleidigend/unterstellend in ihrer Sprache fand, die Wahlplakate, die das Wahlergebnis bestimmt haben und natürlich unser Meisterwerk, die Flagge mit der wir die ganze Partei in ihrer Meinung verändert haben. Ja.
Klar. Wie ich auf Twitter schon mal schrieb:

Ich weiß nciht, wie oft ich geblockt habe in den letzten 1,5 Wochen, wie häufig ich einfach nur mit dem Gefühl von WEEEHTEEEEHEFFFF vor dem Computer/Smartphone saß und einfach nicht fassen konnte, dass uns, dem VL und auch dem WL Team, unterstellt wurde, wir würden absichtlich bestimmte Menschen bevorzugen/benachteiligen, würden willkürlich handeln und auch ansonsten nur unsere eigenen Interessen verfolgen.
Da fallen uns plötzlich Menschen, mit denen ich auf dem BPT gut zusammen gearbeitet hab in den Rücken oder treten Dinge breit, die im Zweiergespräch besser aufgehoben wären.
Kann mensch machen. Ist halt scheiße und führt dazu, dass weniger Menschen den Job machen wollen.

2. Das „Team“

Das Team war so unglaublich großartig. Ich hab hinter der Bühne nur aufmunternde Worte zu hören bekommen (zumindest von denen, die da auch sein durften und sich nicht in Rage dorthin begeben hatten), wenn Kritik kam, dann war diese sachlich und darauf aus, dass ich den Fehler sofort beheben konnte, alles, was bereits passiert war, war eben passiert und deswegen nicht mehr änderbar.
Ich habe hinter der Bühne das selbe gute Gefühl gehabt, dass ich schon auf dem 30c3 als Angel hatte. Das Gefühl, dass die Menschen sich gegenseitig schätzen, dass sie sich dafür dankbar sind, dass sie ihren jeweiligen Teil zum Gelingen der Veranstaltung beitragen.
Respektvoller Umgang.

Und jetzt vergleicht mal bitte meine beiden Darstellungen.

Der erste Teil ist der in dem ich denke „Ich hasse diese Partei, die Menschen, ich werde nie wieder irgendetwas tun“, der zweite Teil ist der, weswegen ich gerne dort arbeite.

Gerade weiß ich nicht was überwiegt.

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