Semesterferien

Guten Morgen :)

Ich bin wach, es ist halb zehn, ich bin schon ungefähr 1,5 Stunden wach. Ich hab Semesterferien, oder wie es offiziell heißt „Vorlesungsfreie Zeit“. Gestern die letzte Klausur dieses Semester geschrieben und bis Montag werde ich genau nichts tun. Naja, ausser nach Hamburg fahren, Freund*innen besuchen, nach Övelgönne Kaffee trinken und auch ansonsten nichts machen ^^

Und ja, das ist ein belangloser Post, aber ich hab frei. Hier auch.

Und plötzlich bin ich nur noch…

schwanger.

Es ist viel passiert seit meinem letzten Post. Das eine der beiden aufregendsten Erlebnisse waren mein (erneuter) Studienbeginn, diesmal Jura – ich lerne sogar freiwillig und gehe in Veranstaltungen, in die ich nicht muss, es ist großartig. Das Andere, dass ich schwanger geworden bin.

Es war nicht geplant (glaubt mir, nieeeeemals würde ich geplant ein Kind im Hochsommer bekommen wollen), aber es ist sehr gut. Ich freue mich, mein Partner freut sich, wir versuchen uns darauf vor zu bereiten und das heißt gerade hauptsächlich eine Wohnung zu finden (nur für den Fall: 3 ZKB, max. 850 € warm, Berlin Ring + 3 UBahnstationen und ab dem ersten Stock einen Balkon, mein Twitternick ist @sofakante ;) ).

Eigentlich ist also alles super. Aber mir ist etwas aufgefallen.

Ich halte mich für eine thematisch relativ vielseitige Gesprächspartnerin. Ich interessiere mich für Politik, kann über Jurakram reden und noch so einige andere Themen. Seit ich schwanger bin und viele Menschen das wissen, sind die Hauptthemen aber andere. Zumeist „Wie läuft die Schwangerschaft?“ oder Ratschläge von schon Eltern, was sie für wichtig halten, oder von Menschen ohne Kindern, was sie denken, das wichtig ist. Das ist gut, solche Ratschläge sind wertvoll, aber irgendwie vermisse ich die ganzen anderen Gesprächsthemen.

Wann hat das angefangen, dass ich plötzlich nur noch die Schwangere bin? Ich studiere immer noch, arbeite, habe ein Leben mit der Schwangerschaft. Wirklich. Ja, klar, das ist spannend, ja, es ist ein wichtiges Thema in meinem Kopf, aber eben nicht das einzige.

Vielleicht, liebe Menschen, versucht mich mal wieder als Person mit diversen Interessen wahr zu nehmen.

Ich diskutiere immer noch gerne mit euch oder geh auch mit euch feiern (aber nur in Nichtraucherkneipen ;) ) und wenn ich möchte, dann rede ich auch über’s schwanger sein.