3 Wochen und 3 Tage

… so lange ist es noch maximal, bis dieses Kind aus meinem Bauch auf der Welt ist.

Das ist verdammt kurz. Sehr verdammt kurz. Und obwohl ich jetzt seit Anfang Dezember Zeit hatte mich mit dem Gedanken anzufreunden, mich damit auseinander zu setzen, dass ich Mutter werde und mein Partner und ich Zeit hatten uns zu überlegen, wie wir das alles machen wollen, ist es einfach nur seltsam.

Es ist positiv, ich freue mich, auf das Kind, dass die Schwangerschaft rum ist, ich das Kind dann auch mal abgeben kann und wir uns die Verantwortung teilen werden können. Aber ich habe auch Angst (das Wort ist ein bisschen zu groß, es ist eher so eine Mischung aus Sorge und Nervosität). Die Beziehung zu meinem Partner wird sich verändern, ich werde mich verändern, er wird sich verändern und dann ist da auch noch ein dritter Mensch mit Persönlichkeit, eigenem Willen und Bedürfnissen und ich hoffe, dass das alles zusammen passt.

Für die aller erste Zeit haben wir Regeln aufgestellt, wie wir uns vorstellen, dass Besuch im Wochenbett stattfindet und was gar nicht geht und was wir machen wollen (nichts ;) ). Aber irgendwann wird der Punkt kommen, an dem er wieder arbeiten geht und ich mein Urlaubssemester anfange und dann „nur“ noch Mutter in Elternzeit bin und gerade keine Studentin. (Leider können wir uns nicht leisten, dass er als Hauptverdiener voll in Elternzeit geht und wir hassen es.) Auch so ein Angstpunkt. Mich selber verlieren. Gibt es da Strategien, dass das nicht passiert?

Wie ist das eigentlich mit dem Freundeskreis, der keine (Klein-)Kinder hat und deswegen einen ganz anderen Tagesablauf? Eine Freundin, die im Januar ihr Kind bekommen hat, meinte letztens, sie fühle sich einsam. Ich vermute es liegt nicht daran, dass ihre Freunde sie vergessen haben, aber die Tage sehen einfach anders aus und irgendwie fehlt dann die Schnittmenge an verfügbarer Zeit. Ein Angstpunkt.

Ich wünsche mir, dass es großartig wird. Sehr. Und irgendwie denke ich mir immer „wird schon irgendwie werden, muss ja“.

3 Wochen und 3 Tage. Maximal.

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8 Kommentare zu “3 Wochen und 3 Tage

  1. Via Susannes Blog „geborgen-wachsen“ habe ich hierher gefunden.
    Alles wird gut! Oder nein, alles ist gut.
    Ich könnte so viel schreiben, aber es nützt nichts. Du musst es selbst und wirst es selbst erleben. Nur soviel: Obwohl so vieles so anders wird mit der Geburt eines Kindes und mit dem Mutter werden, bleibst du du. Mit deinen Interessen, deinem Humor, deinem Mass an täglicher Energie etc. Du bist als Mutter genauso individuell wie als Partnerin, als Tochter, als Mitarbeiterin,… Und weil du dann Mutter bist und nicht Mutter spielst, wird dein Leben so zu dir passen, wie es das auch jetzt tut. Auch wenn vieles ganz anders wird.
    Ich habe bei mir die Erfahrung gemacht, dass meine halbherzigen „Dinge“ (verflachte Freundschaften, unwichtig gewordene Hobbies, Gewohnheitsdinge,…) gehen mussten in den ersten Jahren mit Kind, für die war kein Platz mehr. Die richtig guten Sachen sind aber geblieben, haben sich sogar intensiviert. Trotz Kind. Oder gerade weil man ja nicht „nur“ noch über Kinder nachdenken, vom Kind umgeben sein will. Und auch noch wichtig: Man kann ja alles immer wieder überdenken, anpassen, verbessern. Macht man ja im Leben ohne Kind auch.
    Ich wünsche dir von Herzen viel Mut und Vertrauen für alles Kommende.
    Hach, ich beneide dich gerade ein bisschen… Wie spannend, das alles!
    Liebe Grüsse, Martina
    P.S.: Es wird grossartig! (Nicht immer, aber immer wieder.)

  2. Ich hatte damals das Glück neue Freundinnen im Vorbereitungskurs zu finden, die ich nach der Geburt zufällig wieder getroffen habe. Wir haben wöchentliche Spaziertermine gehabt. Es tat SEHR gut mit anderen Müttern, deren Baby im gleichen Alter ist, zu reden. Nicht nur über die Babys, sondern auch über uns. Halte danach Ausschau. Vielleicht auch aus dem Rückbildungskurs/Schwangerschaftsyoga/Babymassage… Es gibt viele Möglichkeiten.
    Liebe Grüße,
    Kathrin

  3. Bei mir war es so, dass ich nach der Geburt ganz neu in der Stadt war und am Anfang arg einsam war. Meine tolle Hebamme, der ich das erzählte, hat mich mit anderen Müttern verkuppelt, die sie gerade im Wochenbett betreut hat. Es lohnt sich also, die mal zu fragen – sie kann vielleicht auch etwas einschätzen, welche Mutter ähnlich tickt. Mit allen habe ich auch jetzt nach 2,5 Jahren guten Kontakt, eine der Familien wohnt jetzt über den Flur im selben Haus, und die Kinder spielen immer miteinander.

  4. Pingback: 3 Wochen und 3 Tage schon | sofakante

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