1000 Kreuze

Ich war am Samstag auf der Gegendemo zum „Marsch für das Leben“ (googelt selbst, ich werde die hier nicht verlinken).

Der „Marsch für das Leben“ ist eine Demonstration von Christen. Wobei ich Christien hier als Bezeichnung schwierig finde, tatsächlich assoziiere ich mit Christen etwas anderes. Ich werde sie im Folgenden also Fundis nennen, denn das sind sie meines Erachtens.
Diese Fundis sind für ein generelles  Verbot von Abtreibungen. Immer. Ihr versteht schon. Das mit dem ‚Vergewaltigung? Egal.‘ (ja, das ist Populismus. Aber eine Abtreibung in einem solchen Fall wäre dann eben auch „die Tötung eines ungeborenen Kindes“ [Zitat der Marschis auf ihrer Seite]).
Ausserdem setzen sie sich nicht nur dafür ein, sondern auch gegen eine aktive Sterbehilfe (was mir bis eben nicht bekannt war).
Ich war auf der Gegendemo. Das hat relativ einfache Gründe:
1. Ich bin dafür, dass Frauen frei wählen können, ob sie abtreiben oder nicht.
2. Die Kriminalisierung der Abtreibung führt zu ganz fiesen Folgen. Und nicht dazu, dass nicht mehr abgetrieben wird. (Wen es interessiert [TW bei ‚Darstellung‘ explizite Bilder]: Darstellung ,  Interview mit einer Dokumentarfilmerin zum Thema , Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch mit viel Material zum Thema)

So.

Das nur zur Erklärung am Rande, eigentlich wollte ich euch direkt von der Demo erzählen.

Ich bin spontan dahin, das ist, wenn ich mir meine Geschichte anschaue und das, was ich gelernt habe, eher unklug gewesen. Ich hätte mich darauf vorbereiten sollen, was mich erwartet, aber auf das, was ich erlebt habe hätte es mich wohl trotzdem nicht vorbereitet.
Der Start der Demo war noch recht angenehm, ich habe liebe Menschen getroffen, diese Internetfeministinnen und auch sonst war es entspannt.
Die Polizei war darauf bedacht uns von den Fundis zu trennen, war aber eher ineffektiv und auch nicht sonderlich aufmerksam (wenn wir gewollt hätten, hätten wir sehr problemlos einfach Menschen mit den weißen Holzkreuzen hauen können, haben wir aber nicht, ist ja auch nicht so sinnvoll).
Die erste Situation, die ich skurril fand, aber belächelt habe: Zwei Ordnerinnen haben versucht drei andere Menschen und mich davon zu überzeugen, dass wir unglaublich wertvoll sind und dazu auserkoren das Leben weiter zu geben und uns dem nicht in den Weg stellen dürfen. Fundis sind anstrengend. Diskutieren geht nicht, weil sie immer auf einem Glückseligkeitstrip sind und die Diskussion ja auch nur bezeugt, dass man* auf dem verkehrten Weg ist. Loop und so.
Die zweite skurrile Sache war ein Mensch, die die Hand erhoben und uns segnend an uns vorbei lief. Joa.
Richtig übel wurde es erst später.

Irgendwo auf der Strecke musste ich zusammen mit einer weiteren Gegendemonstrantin den Demozug queren. Kaum innerhalb der Demonstranten hörte und fühlte ich, dass mich jemand angespuckt hat.
Auf den Hinterkopf.
Diese Person war vielleicht 15, maximal 17 Jahre jung, zeigte ein deutlich überspanntes Gekicher danach und wirkte auch sonst eher so, als ob das eine Übersprungshandlung gewesen ist.
Ich hab sie noch eine Weile immer wieder gesehen und bin ihr auch recht klar hinterher gegangen (nicht einmal die Polizei hielt es für nötig mcih aufzuhalten, ich kann also nicht sonderlich aggressiv gewirkt haben). Leider war sie nicht bereit mit mir zu reden und mir zu erklären, was diese Aktion sollte und was das mit dem „Jeder Mensch ist würdefähig“ von deren Plakaten zu tun hat.

Kurz darauf war eine weitere Situation, als eine Person mit mir anfing zu diskutieren. Ich ließ mich darauf ein und meinte sinngemäß „Ich war froh, dass ich die Möglichkeit gehabt hätte, als ich vergewaltigt wurde“. Ihre Reaktion (wieder sinngemäß) war zum einen ein ‚Ich glaube dir nicht‘ zum anderen  ‚ist doch nicht so schlimm‘.
Auch hier die Frage: Wo ist eure Würde und euer Respekt?
Meine Reaktion darauf war übrigens abwenden. Ich wollte mich nicht noch angreifbarer machen, indem sie sieht, dass ich weine, dass mich das mitnimmt, dass ich verzweifle, wenn Menschen so selbstgerecht wissen wollen, was gut und schlecht ist. (Ganz davon ab: wer ohne Sünde [Bibellink Johannes 8] ist und richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet [wider Bibel, diesmal Matthäus 1] und so…)

Die letzte Situation hatte nichts mehr mit der Demo an sich zu tun.
Wir standen an der letzten Strassensperre, ein Kipplader wollte durch, der Bauarbeiter schlug mir auf den Hintern um dann zu sagen „Geh mal bitte zur Seite, der LKW muss durch “ (sinngemäß).
Ja, ich hab Ohren, die nur bei Schlag auf den Hintern angehen. Ausschaltbar. Klar. Nicht.
Arschloch.

Aber eins zeigt das alles zusammen ziemlich deutlich:

Feminismus, fick ja.

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(Foto aus diesem Tweet geklaut)

Beziehung

Lang ist es her, dass ich mir so richtig viele Gedanken zu Beziehung gemacht habe.

Das erste Mal war, als ich meine erste Freundin kennen gelernt habe. Ich war verwirrt, dieser Mensch mit gleichem Geschlecht und dann ich, die so unbeholfen war im Umgang damit.

Klar, ich habe uns nach außen verteidigt, wo immer es nötig war, aber so richtig sicher und geborgen hab ich mich nicht gefühlt. Zu zweit. Da war es das. Sobald ich auf der Straße war mit ihr, womöglich Hand in Hand, da war es Unsicherheit und Angst vor Anfeindung.

Zu der Zeit hat mich vor allem beschäftigt, warum zur Hölle Menschen andere nicht einfach lieben lassen können, wen sie gerade wollen, sondern immer bewerten, anstarren und verurteilen. Niemals Freiheit und Selbstbestimmung sein lassen, was es ist. Irgendwie ist unsere Beziehung auch daran kaputt gegangen, vielleicht hab ich zu wenig gekämpft, vielleicht zu viel nach draußen geguckt und zu wenig Glück gesehen. Manchmal tut mir das leid, weil ich das Gefühl habe meine Ideale verraten zu haben. Vielleicht war es auch einfach nicht der richtige Zeitpunkt und wir nicht die richtigen Menschen. Wer weiß das schon.

Das zweite Mal sehr ausgiebig über all das nachgedacht habe ich, als ich feststellte, dass ich nicht die gleichen Bedürfnisse hatte, wie mein damaliger Partner. Das war schwierig für mich. Ich habe Ablehnung für etwas erfahren, was ich mag, was sehr intim ist, wo schon die Überwindung es überhaupt zu erzählen riesig war, weil ich mich im Grunde noch nicht selbst damit identifiziert hatte, es nicht akzeptiert hatte und es alles noch sehr zerbrechlich war, es ein Teil meines Innersten war, was ich eigentlich noch niemanden zeigen wollte, es aber fair fand in der Beziehung auszusprechen, denn es betraf nicht nur mich. Meine Beziehung ist dadurch zerbrochen. Ich konnte diese Ablehnung eines Teils von mir nicht ertragen und er nicht meine Bedürfnisse.

Das nächste Mal ging es nicht von mir aus, ich wurde von meinem Partner gefragt, ob ich ihm erlauben könnte mit anderen Sex zu haben, die Liebe wollte er einzig mir gewähren. Das hat nicht funktioniert. Absprachen wurden gebrochen, ich stand davor und wusste nicht so recht warum, er wusste es auch nicht. Wir sind getrennte Wege gegangen.

Ich könnte noch mehr Beispiele anführen, aber im Grunde möchte ich sagen:

Ich weiß, dass die Gesellschaft mir Konventionen auferlegen möchte, ich weiß, dass ich anders empfinde als diese Konventionen und ich weiß, dass auch viel reden nicht immer hilft.

Aber meistens.

Ich bin inzwischen vorsichtiger, weiß mehr über mich und meine Gefühle, erkenne früher, wenn ich eine Situation nicht oder nur schwer bewältigen kann.

Und ganz wichtig:

Ich gehe keine Kompromisse mehr mit meinen Gefühlen ein. Wenn ich etwas partout nichts positives abgewinnen kann, so in Beziehungsdingen, dann sage ich nicht mehr ja, nur um Frieden zu wahren. Ich sage: Du, ich weiß es nicht.

Im besten Fall ist es so, dass der Gegenüber dann so vorsichtig ist, dass ich rechtzeitig „stopp“ sagen kann.

Und was ich eigentlich sagen wollte:

Reden, reden, reden und ehrlich sein, zu sich selbst, zum Gegenüber.

(Das alles gilt auch andersherum. Fragen, fragen, fragen und ehrlich sein und aufhören, wenn ein stopp kommt und vorsichtig sein oder es lassen bei einem „weiß ich nicht“. Das vermeidet nichts, aber erschwert es, dass irgendein Scheiß passiert.)

 

Update:

http://yetzt.wordpress.com/2013/07/11/keiner-drei-beziehungsweise-machtwirklichkeit/ (yetzt hat auch dazu getippt, ganz andere Ebene, großartig <3 )

Was #aufschrei mit mir macht und gemacht hat

Ich habe bereits zu #aufschrei gebloggt.

Was ich jetzt möchte ist keine neue Analyse, keine versucht objektive Darstellung, es soll einfach nur zeigen, was mit mir passiert ist in den letzten 1,5 Wochen.

Als alles angefangen hat war ich völlig überfordert. Die Flut an Tweets hat viele, viele Emotionen hervorgerufen. In aller erster Linie war ich bestürzt. Ich hab selber vieles, was mir so „nebenbei“ passiert ist als unwichtig und Einzelfall abgetan.

Dann kam Angst. Ich hatte das Gefühl Flash-Backs zu riskieren, wenn ich weiter die #aufschrei Tweets lese. Ich hab zum Ausgleich erstmal „Drachenzähmen leicht gemacht“ geschaut und „Wickie“.

Inzwischen bin ich so weit, dass ich das teilweise lesen kann. Teilweise. Ich bin immer noch vorsichtig.

Dann kam irgendwann Stolz auf die vielen Menschen, die das erste Mal so klar über diese Dinge reden und die es möglich gemacht haben, dass die „Welle“ in die alten Medien rübergeschwappt ist. Beispiele gibt es da viele.

Ich bin immer noch völlig überfordert.

Aber ich sehe die Veränderungen. Ich habe von Menschen gehört, die auf Grund dieser zehntausenden Tweets angefangen haben über all das nachzudenken, die angefangen haben sich dafür einzusetzen, dass das Thema diskutiert wird.

Ich stelle fest, dass es immer mehr Menschen (auch Piraten) gibt, die es wichtig finden, wie man sich auf Stammtischen und Co benimmt. Immer mehr Menschen, die versuchen das Klima zu ändern, die meine Umgebung damit für mich persönlich schöner machen.

Dafür: Danke.

Und wenn es nur das gebracht hat, dann ist es schon eine Menge für mich.

Bewegungslos oder ‚Wehrt euch doch!‘ geht eben nicht

Aus aktuellem Anlass, nämlich meiner Diskussion mit einem anderen Twitterer möchte ich etwas, was @astefanowitsch schon sehr schön erklärt hat noch um ein paar Dinge ergänzen.

Der Moment, in dem ein anderer Mensch übergriffig wird, egal ob mit Worten oder physisch ist ein Moment, der mit großer Angst besetzt ist. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mich inzwischen durchaus wehre kann, das war aber nicht immer so und es hat ziemlich lagen gedauert, bis ich es geschafft habe dort hin zu kommen. Um genau zu sein hat es 8 Jahre gedauert und war verbunden mit vielen, vielen Tränen, mit Wut und Enttäuschung, mit Scham und Selbsthass.

Dinge, die ich, das weiß ich inzwischen, nicht fühlen hätte müssen und doch sind sie immer noch da. Immer. Jedes Mal, wenn ich auf Grund meines Geschlechts degradiert (zB durch Objektifizierung) werde fühle ich wieder Angst. Dass diese Angst nicht mehr zu Panik wird habe ich gelernt zu regulieren und das ist das einzige, was mich in solchen Momenten noch handeln lässt.

Das ist nicht viel.

Stellt euch vor, ihr habt Höhenangst oder Angst vor Spinnen und ihr werdet immer wieder von anderen Menschen einfach so auf eine schwindelige Treppe gestellt oder sie setzen euch kleine Krabbeltiere ins Bett.
Ich glaube, die Beispiele zeigen es ganz relativ deutlich: das ist nicht nett und ein ‚Wehr dich doch!‘ ist in so einer Situation oder rückblickend leicht gesagt, ist aber nicht leicht, sondern verdammt schwer.

Angst ist dafür da, dass wir instinktiver handeln können. Der Sympathikus wird angeregt, Parasympathikus wird runtergefahren. Ist so rein biologisch ne kluge Sache, weil der so genannte ‚Fight-or-Flight‘   (Kampf-oder-Flucht) Modus angeworfen wird und der ‚Urzeitmensch‘ darauf vorbereitet ist gegen den berüchtigten Säbelzahntiger zu kämpfen oder eben schnellst möglich zu verschwinden.

Und dann gibt es da die Panik und wenn das Panik-System angeworfen ist, dann kommt es zu komischem Verhalten oder es kommt, wenn Sympathikus und Parasympathikus gleichzeitig aktiviert sind zu einem so genannten Freeze, dh mensch kann nicht mehr handeln, weil die Muskeln nicht mehr reagieren. Es ist das klassische ‚vor Angst gelähmt‘, in der Tierwelt ist das mitunter auch das ‚Totstellen‘.

Und das ist scheiße. So richtig.

Es macht nämlich, dass man Situationen, denen man evtl entfliehen könnte, so rein objektiv, völlig ausgeliefert ist und sich nicht wehren kann.

Daher kommen dann auch die Geschichten a là ’sie hat sich doch nicht gewehrt‘ oder auch ‚ich konnte mich nicht mal bewegen oder um Hilfe schreien‘.

So.

Zurück zu mir.

Ich habe auch angefangen mit Angst, aber irgendwann ist aus dieser Angst Panik geworden. Ich habe angefangen nicht mehr denken zu können in solchen Situationen und habe noch mehr Angst bekommen und hatte dann irgendwann schon Angst in eine solche Situation zu kommen, dass ich Panik bekomme und voilà da war die Panikstörung. Das hatte berechtigte Gründe, aber ich hab mich schlecht gefühlt, jedes Mal, wenn ich mich nicht gewehrt habe, weil ich Angst hatte vor der Reaktion, dem Blick, dem Spott oder ähnlichem habe ich mich geschämt.

Ich habe irgendwann die Kraft und den Mut gehabt mir Hilfe zu holen. Ich bin den Schritt gegangen und ich bin Stolz darauf.

Aber ich habe erst nachdem ich Hilfe hatte und nachdem ich mich lang und breit mit dem Thema beschäftigt hatte die Kraft mich zu wehren.

Leider können das nicht alle. Und das finde ich schade. Aber zu sagen ‚Wehrt euch doch!‘ macht den Schamfaktor nur noch größer, wenn man es nicht kann und das macht es für Betroffene nur schlimmer.

Und ausserdem, liebe ‚Wehrt euch doch‘-Sager mit Höhenangst:

Geht auf den Skywalk. Jetzt.

#Aufschrei – ganz subjektiv

Was soll ich sagen, ich werde auch noch meinen Senf dazu geben, ich werde persönlich sein, reflektiert (wobei das von aussen sicherlich auch anders aussehen mag) und ich werde versuchen zu erklären, was mich seit Freitag in der Früh beschäftigt.

Aber von vorne.

Ich habe am Freitag Morgen, so wie ich es fast immer mache, erstmal meine Timeline nachgelesen und war sehr erstaunt und im ersten Moment auch sehr erschrocken über die Dinge, die ich unter #Aufschrei gelesen habe. Ich war schockiert so viel davon zu kennen und für absolut unwichtig gehalten zu haben, weil ‚ist nun einmal so‘. Ich war erschrocken zu lesen, wie viel ich vergessen hatte aus eben jenem Grund und ich was einfach auf Grund meiner Geschichte erschrocken mit dem Thema innerhalb meiner Filterbubble konfrontiert zu werden (siehe dazu auch mein letzter Post).

Ich habe viel darüber nachgedacht, was ich dazu schreiben möchte und was nicht. Was mcih dabei am meisten schokiert hat, ist, dass ich darüber nachgedacht habe, ob es und inwiefern es schädlich für mich ist, wenn Menschen in meinem Umfld wissen, was mir geschehen ist. Ich weiß aus Erfahrung, dass es Menschen gibt, die darauf schockiert reagieren, Menschen, die meinen Körperumfang darauf schieben (weil gestörtes Körpergefühl und so) und Menschen, die mich danach nur noch mitleidig ansehen.

Ich kann das alles nachvollziehen, kann mich da reindenken und verstehe das, frage mich aber immer wieder, ob ich zwei Minuten vorher noch ein anderer Mensch war, ob ich jetzt plötzlich keine Witze mehr verstehe etc.

Versteht mich nicht falsch, ich finde es wichtig, dass sich Menschen um mich herum Sorgen um mich machen und ich finde es wichtig, dass sie sich überlegen, wie man mit Menschen um sie herum umgehen, nur verstehe ich nciht, dass sie es erst in dem Moment machen.
Würden diese Menschen einfach immer darauf achten, was sie sagen, dann müssten sie nicht in dem Moment plötzlich anders sein.

Und da schließt mein Argument zum Thema #Aufschrei an. Ich glaube einfach nicht, dass Menschen nciht wissen, wann ein Witz, wann eine Berührung oder ähnliches nicht angebracht ist. es wäre schlicht nicht möglich sich anders zu verhalten, wenn man nicht weiß, was anders laufen müsste.
Ich habe viele wirklich gute Beiträge zum Thema #Aufschrei gelesen, der für mich persönlich stimmigste war der von @antiprodukt .

Ich habe über diese vielen Blogposts und Tweets, die ich zwischendurch aus Selbstschutz ‚abschalten‘ musste, eins mitbekommen: Ich bin nciht allein.

Und das ist erschreckend. Sehr sogar.

Wenn ich sagen könnte, dass das Einzelfälle gewesen sind, dann könnte ich sagen: Scheiße gelaufen, ich bin inzwischen soweit, dass ich damit gut zurecht komme (an dieser Stelle großen Dank an meinen Therapeuten) und würde es vergessen wollen.

Ist aber nicht.

Verdammte Axt, wir sind so viele, denen das passiert, die jeden Tag wieder und wieder und wieder sowas erleben.

Und wir haben es geschafft, dass dieser #Aufschei aus diesem Internet in die ‚alten Medien‘ geschwappt ist. Wir waren so laut, dass selbst die Tagesschau darüber berichtet in den 20 Uhr Nachrichten. Die Tagesschau. Und so ziemlich alle anderen auch mehr oder minder sinnvoll (nur eine winzige Auswahl).

Als ich das auf Twitter gelesen habe, dass es jetzt in die alten Medien kommt, musste ich auf der Straße fast weinen, weil ich seit langem Mal wieder das Gefühl hatte, wir werden gehört. Endlich.

Lasst uns dazu beitragen, dass solche Dinge nicht mehr geschehen, sondern dass wir gehört werden, jeder* der sich über Sexismus beklagt gehört wird.
Tragt eure Geschichten hinaus, falls ihr das könnt, wenn nicht, der Häkelklub Sachsen nimmt Geschichten anonym auf und veröffentlicht diese.
Redet mit den Menschen in eurer Umgebung, sagt ihnen, sie sollen es weiter tragen.
Versucht ein Schneeballsystem daraus zu machen.
Sesibilisiert die Menschen für dieses gesellschaftliche Problem.

Und tragt euren #Aufschrei auf die Straße. Am 14.2. ist der internationale Aktionstag gegen Gewalt an Frauen (V-Day)  

 

Update:

Wer ein Lehrstück in Sachen Leugnen sehen möchte, kann sich gerne (zumindest die nächsten 7 Tage) die #Jauch Sendung ansehen, der Link folgt nicht, ich will da nciht drauf verlinken. Und ich warne vor: es war gruselig.